Mit Rotaract nach Costa Rica – Pura Vida!

Unsere Vizepräsidentin Carolin erhielt im Februar die besondere Möglichkeit am RotaTrip in Costa Rica teilzunehmen. Der RotaTrip ist eine knapp zweiwöchige Reise quer durch das gesamte Land, welche von mehreren Rotaract Clubs in Costa Rica organisiert wurde. Im folgenden Bericht gibt Caro euch einen tollen Einblick in ihre Reise:

Nachdem ich mich im Herbst auf einen der begehrten Plätze beworben hatte, kam im Dezember per E-Mail die Zusage! Schnell war der Flug gebucht und die Vorfreude stieg. Ende Februar ging es los, wir waren eine bunte Truppe bestehend aus 12 Rotaractern aus 11 verschiedenen Nationalitäten. Untergebracht wurden wir meist bei lokalen Rotaractern oder Rotariern, jedoch auch ein paar Nächte in einem Hostel/ Hotel. Unterwegs waren wir mit einem privaten Kleinbus und öffentlichen Verkehrsmitteln.

Caro Costa Rica Rota Trip Gruppenfoto 2

Auf dem Flug nach San José, die Hauptstadt von Costa Rica, hatte ich einen Zwischenstopp in Toronto. Dort traf ich bereits die ersten Mitreisenden am Flughafen: Laurie aus Kanada, Rodayna aus Ägypten und Sanja aus Schweden. Gemeinsame flogen wir das letzte Stück in den Süden und wurden fröhlich winkend von Gustavo, einer der Organisatoren, mit einem Begrüßungsschild am Flughafen abgeholt. Nach einer dringend benötigten Ladung Schlaf trafen wir uns am nächsten Morgen mit den anderen Teilnehmern zum Frühstück, welches von unserem Gastgeber persönlich gekocht wurde – Gallo Pinto: Reis, dunkle Bohnen, ein Spiegelei und getrocknete Bananen. Dieses Gericht sollten wir im Verlauf der Reise noch öfters essen - in jeweils abgewandelter Form mit Gemüse und Fleisch/Fisch zum Mittagessen sowie Abendessen. Anschließend ging es in die Hauptstadt San José.

Der erste Eindruck von Costa Rica war somit ganz anders wie erwartet – Großstadt anstelle von Regenwald und exotischen Tieren. Wir lernten, dass es in Costa Rica seit 1982 kein Militär mehr gibt und das damit gesparte Geld in Bildung investiert wird. Man könnte das Land aufgrund der politischen Neutralität mit der Schweiz vergleichen. Inzwischen hat es dort das höchste Bildungsniveau sowie die höchste Lebensqualität in Zentralamerika und zählt zudem zu einer der glücklichsten Nationen der Welt. Aus diesen Gründen sind in San José viele große, internationale Firmen niedergelassen, beispielsweise Amazon – von hier wird momentan der weltweite Kundensupport gesteuert.

Caro Costa Rica Rota Trip Route

Abends gab es diverse Feiern mit den Rotaractern des Landes, aber auch von Rotary Clubs wurden wir zum Essen eingeladen. Bei leckeren, landestypischen Gerichten kam ich mit Rotariern des Rotary Clubs San Pedro ins Gespräch, die zum Teil ehemalige Auswanderer aus Deutschland sind. Es war spannend zu hören, wie sie vor mehreren Generationen durch den Kaffee nach Costa Rica kamen, während dem 2. Weltkrieg zeitweise sogar nach Deutschland ausgewiesen wurden, jedoch nach Ende des Krieges wieder zurückkehrten. Gegen Ende des Abends tanzten wir alle an diesem lauen Sommerabend zu landestypischen Liedern aus aller Welt und fühlten uns bereits wie eine große, internationale Familie. Der nächste Tag entsprach schon eher unseren Vorstellungen von Costa Rica – wir besuchten den Vulkan Irazu, der zu den aktivsten des Landes gehört und bewunderten den strahlend blauen See im Krater.

Natürlich darf bei so einer Tour auch eine Sozialaktion nicht fehlen. Wir hatten die Ehre einen Tag im Territorio des Zaguates, eine Auffangstation mit 2000 Straßenhunden zu verbringen und tatkräftig zu unterstützen. Unterschiedliche Gruppen brachten Anlagen wie Hütten, Zäune und Wände auf Hochglanz, währenddessen uns neugierige Hunde beschnupperten. Eine tolle Aktion! Am selben Tag kam sogar noch ein Netflix-Filmteam mit bekannten Schauspielern vorbei, die eine Dokumentation über die Station drehten. In den folgenden Tagen fuhren wir mit dem Auto durch traumhafte Regenwälder und legten bei einer fünfstündigen Rafting Tour 30 Kilometern und viele Stromschnellen zurück. Dabei ging zwischenzeitlich der ein oder andere Mann/ Frau über Bord, wir sangen fröhlich Lieder aus aller Welt, sprangen ins Wasser zur Abkühlung, sahen Handteller-große, farbenfrohe Schmetterlinge und traumhafte Wasserfälle.
Wir besuchten Tortuguero Nationalpark, der bekannt für seine Schildkröten ist. In dessen Nähe waren wir in einem Hotel untergebracht waren – direkt im Regenwald. Besonders spannend waren die schreienden Affen dort, der Tukan oder auch die Kolonien von Ameisen, die fleißig kleine grüne Blätter schleppten und eine Art „grünen Fluss“ auf dem Boden simulierten. Hier konnten wir so richtig spüren, was es bedeutete den Regenwald direkt neben sich zu haben. Immer wieder tröpfelte es oder es regnete in Strömen, gleichzeitig war es stets warm und spätestens nach 15 Minuten schien die Sonne wieder.

 

Unser nächster Stopp war Cartago. Hier besichtigten wir die Kirche, zu der jedes Jahr viele Menschen des Landes pilgern. Einige laufen sogar tagelang auf ihren Knien zur Kirche. Zudem durften wir das System der kostenlosen Fahrräder für die Bürger der Stadt bei einer Fahrradtour kennenlernen. Mit unseren Helmen und neongelben, fluoreszierenden Bändern, waren wir definitiv nicht gerade unauffällig unterwegs. Als besonderes Highlight erhielten wir eine Führung in einem Museum für temporäre Kunst – sogar von den Künstlern selbst, die uns voller Leidenschaft mit den Geschichten zu ihren Kunstwerken fesselten.

Auch Tamarindo stand auf dem Programm, eine Surfer-Stadt direkt am Strand. Wir verbrachten Zeit im Meer und tanzten beim Sonnenuntergang gemeinsam zu lateinamerikanischer Musik am Strand. Über den Bekannten einer Rotaracterin hatten wir die Möglichkeit eine Surfstunde zu nehmen. Aufgrund der idealen Wellengröße ist Tamarindo ein idealer Ort um surfen zu lernen. Somit hatten wir im Anschluss trotz Muskelkater schon einige Erfolgserlebnisse zu berichten.

Die letzten Tage verbrachten wir in Jacó, einer weiteren Stadt am Strand, wo wir bei unserer Ankunft abends direkt zum BBQ bei Mitgliedern des lokalen Rotary Clubs eingeladen waren. Wir hatten einen wunderbaren Abend mit tollen Gesprächen, leckerem Essen und Live-Musik. Wir bekamen typische Tico-Hüte geschenkt, die wir am nächsten Tag bei der zweiten Sozialaktion, einem Beach Clean-Up, unter der prallen Sonne gleich verwenden konnten. Nach dem Beach Clean-Up, aßen wir im Haus einer Rotarierin gemeinsam Mittag, genossen das türkisblaue Wasser, bewunderten die Papageien die herumflogen und entdeckten ein Faultier mit Baby im Baum.

 

Den letzten Tag unserer Reise verbrachten wir wieder in der Hauptstadt San José. Wir fuhren mit dem Bus in die Natur und wanderten zu einem traumhaften Wasserfall. Rebecca aus Costa Rica stand an dem Morgen schon mehrere Stunden in der Küche und hat landestypische Bratlinge für unser Frühstücks-Picknick vorbereitet, die wirklich sehr köstlich waren. Später waren wir bei Ihrer Familie zum Mittagessen eingeladen und wurden mit voller Herzlichkeit empfangen, obwohl wir uns kaum mit ihrer Familie unterhalten konnten, da sie kein Englisch sprachen. An selben Abend saßen wir ein letztes Mal mit allen RotaTrippern zusammen, reflektierten über unsere gemeinsamen Erlebnisse und spürten ein letztes Mal die positive „Pura Vida“-Atmosphäre. Diese Einstellung das Leben positiv zu sehen und aus jedem Moment das Beste zu machen, hat mich bei dieser Reise nachhaltig geprägt. Obwohl wir uns erst vor zwei Wochen zum ersten Mal kennenlernten, waren wir zu einer Familie geworden und hatten tiefe Freundschaften entwickelt. „It’s not a Goodbye, just a See You Later“ war dabei unser Motto, da wir uns in der sicher waren, dass wir uns irgendwo auf der Welt wiedersehen werden.

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