Nur 12% der Bevölkerung in Deutschlang tragen einen Organspende-Ausweis mit sich, obwohl 70% einer Organspende positiv gegenübersteht. Rotaract Deutschland machte es sich deshalb mit der diesjährigen Bundessozialaktion „Im.Puls“ zum Ziel, über das Thema Organspende und Organspende-Ausweise aufzuklären. In diesem Zusammenhang freute sich der RAC Ulm, Prof. Dr. Dietmar Abendroth (Transplantationschirurg, Universität Ulm) für einen aktuellen Vortrag über das Thema Organtransplantation bzw. -spende in Deutschland gewinnen zu können.

Prof. Dr. Dietmar Abendroth, Chirurg und C3-Universitätsprofessor an der Universität Ulm, zeigte sich von der Zahl der Zuhörer begeistert, obwohl er bereits zahlreiche Vorträge über dieses Thema gab. Laut Abendroth stellen Transplantation die beste Behandlungsform chronischer Erkrankungen von Organen dar, denn sie verlängern das Leben der Patienten signifikant und sparen letztendlich auch Krankenkassen Geld (z.B. im vgl. zur dauerhaften Dialyse). Generell unterscheidet man bei der Spende von Organen zwischen einer postmortalen (übliche Form) und einer Lebendspende. Maßgeblich für eine Entnahme von Organen ist der Wille des Patienten sowie der, der unmittelbaren Angehörigen. Leider kennen in diesem Zusammenhang 30% der Angehörigen in D den entsprechenden Willen nicht!

Da postmortalen Organentnahmen die Feststellung des Hirntods vorausgeht, ging Prof. Abendroth deshalb auch auf den Mythos ein, dass der Begriff des Hirntods extra für die Organspende eingeführt wurde. Der Dozent unterstrich weiter die erheblichen Mängel im Transplantationsgesetz – dieses besticht u.a. durch mangelende Rechtsicherheit und hoher Bürokratie. Neben einem logischerweise erheblichen Verbesserungspotential in den rechtlichen Grundlagen in D und vor allem auch in BW, sieht Prof. Abendroth ebenfalls erheblichen Nachbesserungsbedarf im organisatorischen wie auch im medizinischen Bereich der Organspende. Prof. Abendroth ging hierbei auch auf die Grundsäulen der Organspende ein, also die Organisation, Verteilung und Transplantation von Organen.

In diesem Kontext ist natürlich die Aufklärung über das Thema Organspende ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Gesamtsituation. Nach einem sehr ausführlichen Vortrag entwickelte sich im Anschluss eine lebhafte Interaktion zwischen dem Dozenten und den anwesenden Gäste. Generell wusste Prof. Abendroth über den ganzen Abend hinweg durch sein enormes Fachwissen zu glänzen und unsere Mitglieder wie auch Gäste weiter für das Thema Organspende zu begeistern. Ein herzliches Dankeschön gilt deshalb nochmals dem Vortragenden Prof. Abendroth.

Gut versteckt auf dem Ulmer Kuhberg befindet sich das denkmalgeschützte Gebäude der ehemaligen HfG, heute: Zentrum für Gestaltung HfG Ulm. Die Hochschule für Gestaltung Ulm (HfG Ulm) wurde 1953 von Inge Aicher-Scholl, Otl Aicher, Max Bill und weiteren in Ulm gegründet und bestand bis 1968. Sie gilt als die international bedeutendste Design-Hochschule nach dem Bauhaus. Weltweit genoss sie einen hervorragenden Ruf und war Wegbereiter und Vorbild sowohl für künftige Design-Studiengänge an Hochschulen für Gestaltung als auch für das Berufsbild des Dipl.-Designers.

Die vieldiskutierte Sanierung des Gebäudes wurde Ende 2010 fertiggestellt und seitdem wird das Zentrum für Gestaltung HfG Ulm mit neuem Nutzungskonzept betrieben. Es besteht aus den drei Säulen: Archiv, Mietflächen und Veranstaltungsbereich.

Adrian Hochstrasser, verantwortlicher Architekt der Sanierung und Sohn von Fred Hochstrasser, seinerzeit Bauleiter von Max Bill, wird uns netterweise am 26.01.2012 um 19 Uhr durch das Gebäude führen. Im Anschluss findet ein geselliger Umtrunk am Wellentresen statt.

Falls Du uns als neuer Gast bei der Führung begleiten möchstest, schreib uns einfach eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Ein Anmeldung ist bis 23.01.2012 möglich.

Wolfram Bernhardt

Unbestritten ist, dass Dagobert Duck der reichste Erpel in Entenhausen ist, aber ist er auch so glücklich wie er reich ist? Wenn Entlohnung ein Maßstab für Leistung ist, erbringt dann eine Bundeskanzlerin weniger wertvolle Leistung als ein Vorstandsvorsitzender? Und gilt, was der Soziologe Simmel vor knapp 100 Jahren mutmaßte heute immer noch, dass nämlich Geld demokratisiert? Gesetz dem Fall, der Monetarismus hat Recht, was ist dann die Bremse und was das Gaspedal um die Wirtschaft zu steuern?

Auf Basis dieser herausfordernden Fragen und aus aktuellem Anlass, referierte Wolfram Bernhardt  im Rahmen unseres letzten Meetings am Freitag, den 4. November 2011, zum Thema "Was kostet Geld – und wenn ja, wie viel?". Unsere Mitglieder wie auch unsere zahlreichen Gäste nahmen begeistert den philosophischen Blickwinkel des momentan allgegenwärtigen ökonomischen Themas auf und es entwickelte sich eine spannende Diskussion mit vielseitigen Beiträgen.

An dieser Stelle möchten wir nochmals recht herzlich dem Dozenten für seinen (spontanen) Vortrag unseren Dank aussprechen!

Der Unternehmensberater Wolfram Bernhardt ist Mitgründer und Redakteur der Zeitschrift agora42. Die junge und aufstrebende Zeitschrift beschäftigt sich mit Ökonomie und Philosophie, um wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge zu erläutern und neue Perspektiven aufzuzeigen. Die Zeitschrift wird durch Richard David Precht als Mitherausgeber unterstützt.

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